Wie sagt man so schön „Wer bremst verliert…“

Bremsscheiben sind sehr hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kommen Umwelteinflüsse wie Spritzwasser, Straßenschmutz und Streumittel. Bremsscheiben unterliegen daher einem natürlichen Verschleiß. Erfahren Sie in dem Artikel warum es manchmal besser ist „zu verlieren“ – als im nächsten Graben zu landen. Damit die Bremse auch perfekt funktioniert, sind ein paar Tipps von Bedeutung:

Bremsscheibe:

bremsscheibe

Bild einer Bremsscheibe

Eine Bremsscheibe wird erneuert, wenn sie verschlissen ist oder wenn sie einen Schlag abbekommen hat. Verschleiß erkennt man leicht, wenn am äußeren Rand der Scheibe eine Kante zu spüren ist.

Eine leichte Kante ist jedoch nicht schlimm. Die Kante darf nur nicht zu tief sein. Die Bremsscheibe sollte keine Riefen haben. Bremsscheiben mit Riefen haben Rille (wie bei einer Schallplatte) – selbstverständlich nur viel stärker. Verschleißgrenzen sind bei jeder Bremsscheibe unterschiedlich. Die Mindestmillimeter finden Sie auf jeder Bremsscheibe eingraviert.

Einwandfrei funktionierende Bremsen sind absolut wichtig für eine sichere Fahrt. Daher sollten Ihre Bremsen regelmäßig auf Funktion und Verschleißzustand der Bauteile überprüfen. Bei Problemen mit der Bremse sollten Autofahrer sofort eine Werkstatt aufsuchen.

Ursache für einen Verschleiß sind meistens Schmutzpartikel auf Bremsscheibe und Belag

Auswirkung:

  • Bremsgeräusche
  • Rubbeln bzw. Ruckkeln
  • Schlechte Bremswirkung

Bremsbelag:

Der Bremsblag ist ein Material, das auf eine Stahlplatte (Trägerplatte) aufgetragen ist. Doch wie erkennen Sie, wann der Belag verschlissen ist? Bei den meisten Bemsbelägen einer Scheibenbremse erkennt man mindestens eine Nut. Diese Nut sieht man, solange der Belag die Verschleißgrenze nicht erreicht hat. Da man die Bremsbeläge nicht immer wieder ausbauen möchte, um deren Zustand zu prüfen, schaut man z.B. bei der vorderen Bremse zum einen von vorne und dann von unten auf die Innenseite der Bremse ( quasi durch das Rad „hindurch“). Wichtig ist, den Zustand der inneren Bremsbeläge zu prüfen, da die innen platzierten Beläge schneller verschleißen.

Bremsbacken:

Bremsbacken sind ähnlich aufgebaut wie ein Bremsbelag. Sie befinden sich im Inneren einer Trommelbremse. Auch hier gilt: Man muss die Beläge nicht jedes Mal ausbauen, um den Verschleißzustand der Bremse zu prüfen. Es gibt hier immer einen Verschleißanzeiger.

Bremsflüssigkeit:

Bei der Bremsflüssigkeit muss der Flüssigkeitsstand regelmäßig überprüft werden. Die Bremsflüssigkeit dasf nicht zu alt sein. Den Flüssigkeitsstand lässt sich durch den einen Blick auf Stand im Ausgleichsbehälter prüfen. Hier ist immer ein Schauglas vorhanden, das zwei Striche hat und den Maximal- und den Minimalstand angibt. Steht die Flüssigkeit beim Minimalstand, so ist das entweder ein Indiz für einen verschlissenen Bremsbelag oder eine Undichtigkeit im Bremssystem. Ist das Bremssystem undicht sollte diese repariert werden und die Bremsflüssigkeit muss ausgetauscht werden. Warum? Die Bremsflüssigkeit zieht Wasser anzieht und speichert es. Sollte die Bremse heiß werden, entsteht Wasserdampf und es kommt Luft in der Bremse – und verhindert so den Aufbau von Bremsdruck. Bei einer Bergabfahr oder beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten eher ungünstig. Das Wasserverhältnis in der Bremsflüssigkeit kann Deine Werkstatt prüfen. Spätestens alle 2 Jahre gehört das Wechseln der Bremsflüssigkeit aber zur Pflicht.

Achten Sie auf das ECE-Prüfsiegel

Bremsscheiben – und Bremstrommel müssen seit dem 1. November 2016 bei neuen Fahrzeugtypen die sogenannte ECE-R90-Norm erfüllen. Die international einheitliche Vorschrift sichert einen Mindest-Qualitätsstandard. Alle Bremsscheiben, die die ECE-R90-Regelung erfüllen, verfügen über ein entsprechendes Prüfzeichen. Dabei handelt es sich um die Kombination eines Kreises mit dem Buchstaben E („Economic Commission for Europe“) und einer Zahl.